Regionales Schlaganfallzentrum - Stroke Unit

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Leitung 

MUDr. Janka Muchova
Oberärztin Klinik für Neurologie

Telefon (03943)  61 2246
E-Mail: neurologie[at]harzklinikum.com

Die Schlaganfall-Überwachungsstation, sogenannte Stroke Unit mit ihren sechs Betten in 24-Stunden-Bereitschaft, wird interdisziplinär vom Zentrum der Inneren Medizin und der Klinik für Neurologie geführt und von der deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der deutschen Schlaganfall-Hilfe als zertifiziertes regionales Zentrum anerkannt. Die Zahl der Schlaganfälle pro Jahr wird in Deutschland auf 250.000 geschätzt. Jeder zehnte Deutsche über fünfzig Jahre stirbt an den Folgen eines Schlaganfalls (Hirninfarkt und Hirnblutung). Er stellt die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für schwere Behinderung und Hilfsbedürftigkeit dar. Der Schaffung von Stroke Units liegt ein integratives Konzept für die Diagnostik und Therapie des akuten Schlaganfalls zugrunde. Es umfasst das Zusammenwirken von Neurologen, Radiologen, Kardiologen, Angiologen und Gefäßchirurgen ebenso wie von speziell ausgebildetem Pflegepersonal, technischen Assistenten, Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Logopäden und Sozialarbeitern.
Eine unverzügliche apparative Diagnostik ermöglicht, rasch eine je nach Art des Schlaganfalls optimale Therapie einzuleiten und zu entscheiden, ob neue Therapieformen (z.B. Lysetherapie, Auflösen des Blutgerinnsels zur Wiedereröffnung der Gefäße) zur Anwendung kommen können. Die intensive multidisziplinäre Begleittherapie in der Akutphase, unmittelbar gefolgt von rehabilitativen Bemühungen, sind Vorteile der Therapie. Bei höhergradigen Verengungen der Halsgefäße empfiehlt es sich, einen gefäßchirurgischen Eingriff innerhalb der ersten beiden Behandlungswochen durchzuführen. Patienten profitieren umso mehr, je früher nach Eintritt des Schlaganfalls sie in einer Stroke Unit aufgenommen werden.
Angloamerikanische, skandinavische Untersuchungen sowie Daten aus deutschen Schlaganfallregistern belegen den positiven Effekt derartiger Spezialstationen sowohl auf Sterblichkeit als auch auf den Schweregrad der Behinderung. Danach verringern sich Tod oder schwere Behinderung bei Behandlung eines Schlaganfalls auf einer Stroke Unit um 31 Prozent, die Verkürzung der Liegezeit im Krankenhaus beträgt zwischen 8 und 25 Prozent.
Im Anschluss an die Akutbehandlung auf der Stroke Unit werden Schlaganfallbetroffene auf der bis zu 15 Betten umfassenden, räumlich der Stroke Unit angegliederten Schlaganfallstation weiterbehandelt. Dies stellt sicher, dass ein Wechsel der Bezugspersonen aus dem Pflege-, Ärzte- und Therapeutenteam während der Behandlung in unserer Klinik möglichst vermieden wird. 

Informationsflyer Stroke Unit